„Polizeiliche Maßnahmen wurden eingeleitet“: Ermittler haben Schläger von Erfurt identifiziert.TA
Die Erfurter Kriminalpolizei hat mehrere Täter identifiziert, die bei Protesten gegen den Bundesparteitag der AfD Jagd auf Apollo News-Reporter gemacht haben. Einer von ihnen ist der Sohn eines ehemaligen Landtagskandidaten in Thüringen.

Die Thüringer Polizei hat mehrere Täter identifiziert, die am Samstag während des Bundesparteitags der AfD aus dem Antifa-Mob heraus unsere Reporter angegriffen haben. Das machte sie in einer Antwort auf eine entsprechende Nachfrage bei X öffentlich. „Die Täter sind uns bereits bekannt. Polizeiliche Maßnahmen wurden eingeleitet. Weitere Informationen können wir Ihnen aus polizeitaktischen Gründen leider nicht geben“, schrieb die Polizei Thüringen dort am Freitag.
Einer dieser Täter ist der Sohn eines ehemaligen Landtagskandidaten, der in der Thüringer Politik durchaus bekannt ist. Dieser Mann, also der Vater des auf Videoaufnahmen gut zu erkennenden Schlägers, äußerte sich bereits gegenüber der Wochenzeitung Zeit zu den Vorwürfen.
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Sein Sohn habe sich da von der „Gruppendynamik“ anstecken lassen und eine „Riesendummheit“ begangen, die nicht so einfach zu entschuldigen sei, wird der Vater in dem Artikel zitiert. „In der Situation war es ein Gefühl von: Da steht der Gegner, den müssen wir jetzt bekämpfen. Gewalt ist aber niemals die Lösung, das weiß er auch. Genauso, wie er weiß, was er da für einen Mist gebaut hat.“ Er habe „eine deutliche Ansage bekommen“, erklärte der Vater laut Zeit. Sein Sohn habe den Ermittlern der Polizei „bereits alles erzählt, was er zur Aufklärung beitragen“ könne. Derzeit sei er nicht mehr in Erfurt, sondern an einem anderen Ort, weg von seinen Freunden.
Auf Nachfrage von Apollo News konnte die Thüringer Polizei bisher nicht bestätigen, dass der in dem Zeit-Artikel erwähnte junge Mann bereits vernommen wurde. „Die Kriminalpolizei Erfurt arbeitet mit Hochdruck an dem Fall. Eine sorgfältige Ermittlungsarbeit und beweissichere Dokumentation nimmt allerdings eine gewisse Zeit in Anspruch“, teilte eine Sprecherin mit.
Am Samstag wurden bei den Protesten gegen den AfD-Parteitag in Erfurt drei Reporter von Apollo News über mehrere hundert Meter von einem mutmaßlich linksextremistisch motivierten Mob durch die Straßen gejagt und körperlich angegriffen. Jonas Aston, einer der Reporter, wurde dabei auch zu Boden geworfen, wobei ihm sogar gegen den Kopf getreten wurde. Aston und Marius Marx, der ebenfalls als Reporter unterwegs war, wurden dabei verletzt. Auf Videoaufnahmen ist der Sohn des ehemaligen Landtagskandidaten zu sehen, wie er Aston einen Faustschlag ins Gesicht versetzt.



