Die für den 8. Juni in Berlin angekündigte Demonstration unter dem Motto „Million Menschen“ hat nach offiziellen Angaben der Polizei Berlin lediglich rund 4.000 Teilnehmer am Zielort erreicht. Der Organisator der Versammlung hatte ursprünglich mit einer Million Teilnehmern geplant, wie aus der Berichterstattung der vergangenen Wochen hervorgeht. In sozialen Netzwerken wird nun der Vorwurf laut, die Polizei habe durch ihre Maßnahmen verhindert, dass zahlreiche weitere Demonstranten die Veranstaltung erreichen konnten.

Nach Angaben der Polizei Berlin waren am Tag der Demonstration rund 700 Einsatzkräfte im Bereich des Regierungsviertels und der City West im Einsatz. Grund hierfür sei eine Vielzahl von parallel stattfindenden Versammlungen gewesen. In einer Einsatzmeldung hieß es: „Guten Morgen Berlin, aufgrund einer Vielzahl von Versammlungen sind wir heute mit etwa 700 Einsatzkräften im Bereich des Regierungsviertels und der City West im Einsatz.“ Die Polizei wies zudem darauf hin, dass die Parkflächen am 17. Juni bereits stark ausgelastet seien und eine Zufahrt zum Bereich des Großen Sterns und der Straße des 17. Juni nicht mehr möglich sei.

Auf Nachfrage erklärte die Polizei Berlin, dass einige Personen nicht zur Veranstaltung gelassen wurden, da die Parkmöglichkeiten in dem Bereich vollständig ausgelastet waren. „Ohne Fahrzeug ist der Bereich der Versammlung weiterhin für alle zugänglich“, teilte die Behörde mit und empfahl, auf dem Olympiapark Berlin zu parken und mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Die Entfernung vom empfohlenen Parkplatz am Olympiapark Berlin zum Brandenburger Tor beträgt rund 10,7 Kilometer. Der Organisator der Demonstration gab während des Livestreams zudem einen Hinweis der Polizei weiter: Deutschlandfahnen, die einen Adler als Wappentier zeigen, sollten eingerollt werden.


