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KRONE-SCHMALZ-BOMBE: WAR DIE LEIPZIG-DROHNE NUR EIN „FALSE FLAG“? DIESE FRAGE ERSCHÜTTERT JETZT DIE DEBATTE IN BERLIN.TA

umstrittensten sicherheitspolitischen Themen Deutschlands – und eine prominente Journalistin stellt nun genau die Geschichte infrage, die die Bundesregierung erzählt.

Gabriele Krone-Schmalz sorgt mit ihrer Kritik an der offiziellen Darstellung fur neue Aufmerksamkeit und stellt die Frage, ob die politische Interpretation des Vorfalls tatsächlich so eindeutig ist, wie sie inzwischen präsentiert wird.
Ihre Äußerungen werden in sozialen Medien teilweise noch schärfer zugespitzt und als Beweis fur eine angebliche „False-Flag“-Operation dargestellt.

Doch genau an diesem Punkt beginnt die entscheidende Frage: Was ist tatsächlich bekannt – und was ist politische Interpretation?

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Der Vorfall ereignete sich bereits am 4. August am Flughafen Leipzig/Halle.Eine mit Sprengstoff beladene Drohne wurde in der Nähe eines ukrainischen Transportflugzeugs entdeckt.Nach den bisherigen Ermittlungen war die Drohne gegen die Tragfläche der Maschine geprallt, ohne dass der Sprengsatz detonierte.

Die Sicherheitsbehörden konnten die Drohne anschließend sichern und entschärfen.

Was zunächst wie ein einzelner, rätselhafter Vorfall wirkte, entwickelte sich in den folgenden Wochen zu einem umfangreichen Ermittlungsfall.
Ermittler fanden nach Medienberichten weitere technische Spuren, darunter Hinweise auf zusätzliche Drohnen sowie eine Relaisstation und weitere Bestandteile der mutmaßlichen Operation.

Dann wurde es politisch.Am 1. September erklärte die Bundesregierung offiziell, Russland sei fur den versuchten Drohnenanschlag verantwortlich.Bundesinnenminister Alexander Dobrindt verwies dabei auf Erkenntnisse deutscher Sicherheitsbehörden und europäischer Partner.

Auch die verwendete Drohnenkonfiguration, der Sprengstoff und die Zundtechnik wurden laut Bundesregierung mit fruheren russischen hybriden Operationen in Verbindung gebracht.

Moskau weist diese Anschuldigungen zuruck.Die russische Seite bezeichnete die Vorwurfe als unbegrundet und bestritt eine Beteiligung an dem Vorfall.Damit standen plötzlich zwei völlig unterschiedliche Erzählungen gegenuber.Auf der einen Seite die deutsche Bundesregierung, die von einer russischen Beteiligung ausgeht.

Auf der anderen Seite Russland, das jede Verantwortung zuruckweist.

Und mitten in diese Auseinandersetzung platzt nun die Kritik von Gabriele Krone-Schmalz.Die Journalistin gehört seit Jahrzehnten zu den bekanntesten deutschen Stimmen in der Debatte uber Russland und die deutsche Außenpolitik.

Ihre Äußerungen zum Leipziger Vorfall wurden anschließend in verschiedenen politischen und alternativen Medien als fundamentaler Angriff auf die offizielle Darstellung interpretiert.

Besonders brisant ist dabei der Begriff „False Flag“.Damit ist grundsätzlich eine Operation gemeint, bei der der Eindruck erweckt werden soll, eine andere Person oder ein anderer Staat habe eine Handlung begangen.Krone-Schmalz’ Kritik wird von Unterstutzern genau in diesem Zusammenhang interpretiert.

 

Sie stellt die Frage, ob Deutschland bei der Bewertung des Vorfalls möglicherweise zu schnell zu einer eindeutigen Schlussfolgerung gelangt sei.

Eine solche Frage ist politisch legitim.Sie ist allerdings nicht dasselbe wie der Nachweis einer inszenierten Operation.Fur eine tatsächliche „False Flag“-Aktion wären belastbare Beweise erforderlich.

Solche Beweise fur eine ukrainische oder deutsche Inszenierung des Leipziger Drohnenvorfalls liegen öffentlich derzeit nicht vor.

Ein Faktencheck von Mimikama kam ebenfalls zu dem Ergebnis, dass fur die Behauptung einer ukrainischen „False Flag“-Operation keine Belege vorgelegt wurden.Genau deshalb ist die aktuelle Debatte so explosiv.Denn während die politische Interpretation von Krone-Schmalz im Internet enorme Aufmerksamkeit erhält, laufen gleichzeitig reale Ermittlungen weiter.

Und diese Ermittlungen haben inzwischen weitere Spuren hervorgebracht.

Anfang September berichteten NDR, WDR und Suddeutsche Zeitung, dass deutsche Sicherheitsbehörden mehrere Tatverdächtige mit Russland-Bezug identifiziert hätten.
Dabei spielten unter anderem DNA-Spuren an der Drohne, an einer mit Sprengstoff gefullten Dose und an einer Antenne eine Rolle.

Noch brisanter wurden die Erkenntnisse wenige Tage später.Nach Recherchen mehrerer Medien fuhren die Spuren offenbar bis zum russischen Militärgeheimdienst GRU.Die „Welt am Sonntag“ berichtete unter Berufung auf geheime Ermittlungsunterlagen, ein mutmaßlicher GRU-Mitarbeiter habe als logistischer Organisator der Operation fungiert.

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Der Mann soll aus Russland stammen und sich nach seiner Reise uber Deutschland und weitere Länder inzwischen wieder in Russland befinden.

Diese Angaben stammen aus Ermittlungs- und Sicherheitskreisen und sind öffentlich nicht mit einem rechtskräftigen Gerichtsurteil gleichzusetzen.Genau diese Unterscheidung ist entscheidend.Denn zwischen einem Ermittlungsverdacht, einer nachrichtendienstlichen Einschätzung und einem gerichtlich bewiesenen Sachverhalt liegen erhebliche Unterschiede.

Auch deshalb bleibt die Debatte uber die Hintergrunde des Leipziger Vorfalls hochsensibel.

Die Bundesregierung sieht inzwischen eine russische Verantwortung.Russland bestreitet sie.Krone-Schmalz stellt die politische Kommunikation und die Schlussfolgerungen der Bundesregierung infrage.

 

Doch keine dieser Positionen allein ersetzt die vollständige Beweisfuhrung eines Gerichts.

Besonders interessant ist dabei, wie schnell aus einem Sicherheitsvorfall ein politischer Machtkampf geworden ist.Denn der Leipziger Flughafen ist nicht irgendein Ort.Die dort betroffene Maschine war ein ukrainisches Transportflugzeug.

Damit beruhrt der Fall unmittelbar die Unterstutzung Deutschlands fur die Ukraine und den ohnehin angespannten Konflikt zwischen Berlin und Moskau.

 

Denn Nachrichtendienste können Informationen besitzen, die aus Sicherheitsgrunden nicht vollständig veröffentlicht werden können.Gleichzeitig mussen politische Entscheidungen gegenuber der Bevölkerung nachvollziehbar begrundet werden.Zwischen diesen beiden Anforderungen entsteht zwangsläufig ein Spannungsfeld.

Und genau dieses Spannungsfeld macht den Leipziger Fall so explosiv.

Die Debatte wird deshalb wahrscheinlich noch lange nicht beendet sein.Sollten weitere Beweise veröffentlicht werden, könnte sich das Bild erheblich verändern.

Sollten sich die Ermittlungen hingegen nicht erhärten, durften die Kritiker der Bundesregierung erneut fragen, warum die Schuldzuweisung so fruh und so eindeutig formuliert wurde.

Derzeit spricht die öffentlich bekannte Ermittlungslage allerdings nicht dafur, dass eine deutsche oder ukrainische „False Flag“-Operation bewiesen wäre.

Gabriele Krone-Schmalz hat mit ihrer Kritik eine Debatte angeheizt, die ohnehin bereits existierte.Die Bundesregierung hält dagegen und verweist auf Erkenntnisse ihrer Sicherheitsbehörden.Russland weist die Vorwurfe zuruck.

Und die Ermittler suchen weiter nach denjenigen, die hinter der Operation stehen könnten.

Vielleicht wird deshalb am Ende nicht die spektakulärste Theorie entscheidend sein.
Vielleicht wird es ein unscheinbares Detail aus den Ermittlungsakten sein, das die entscheidende Frage beantwortet.

Denn solange die Beweise nicht vollständig auf dem Tisch liegen, bleibt die Leipziger Drohne ein politisches Rätsel – und genau dieses Rätsel durfte Deutschland noch sehr lange beschäftigen.

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