„Immer wieder sonntags“-Aus: Stefan Mross sorgt nach letzter Show für einen riesigen Skandal_D
Ein Finale mit Nachhall: Nach dem Ende von „Immer wieder sonntags“ steht plötzlich nicht nur die Show, sondern vor allem Stefan Mross im Mittelpunkt. Statt sommerlicher Leichtigkeit sorgt ausgerechnet sein letzter Auftritt für reichlich Gesprächsstoff – und genau das macht diesen Moment so brisant.
Der Abschied wirkte erst ganz routiniert

Die letzte Ausgabe von „Immer wieder sonntags“ am 6. September war von zahlreichen emotionalen Momenten geprägt. Auf der Bühne und im Publikum flossen Tränen, während sich Stefan Mross nach insgesamt 31 Jahren von seinen Zuschauern und seinem Team verabschiedete.
Nach mehr als drei Jahrzehnten ist die traditionsreiche TV-Sendung nun Geschichte. Doch während die Abschiedsshow selbst von Dankbarkeit und großen Emotionen geprägt war, sollte es anschließend hinter den Kulissen noch einmal deutlich ungemütlicher werden.
Denn bei einem Empfang nach der Sendung kam es offenbar zu einem heftigen Wortgefecht zwischen Stefan Mross und Verantwortlichen des SWR.
Eigentlich sollte der Abend dort gemeinsam und in entspannter Atmosphäre ausklingen. Stattdessen machte der Moderator seinem Ärger öffentlich Luft.
„Das war wie eine Bestattungsrede“

Der SWR hatte Stefan Mross und sein Team nach der letzten Sendung zu einem Empfang im Europa-Park eingeladen. Dort sollte noch einmal gemeinsam auf die vergangenen Jahre von „Immer wieder sonntags“ angestoßen werden.
SWR-Intendant Kai Gniffke und Programmdirektor Clemens Bratzler sollen zunächst versucht haben, die Entscheidung zur Absetzung zu erklären und Stefan Mross für seine langjährige Arbeit zu danken.
Bei dem Moderator kamen diese Worte offenbar nicht besonders gut an.
Wie die „Bild“ berichtet, griff Mross schließlich selbst zum Mikrofon und wandte sich direkt an Gniffke.
Seine Kritik fiel dabei unmissverständlich aus: „Das war wie eine Bestattungsrede“.
Doch damit war seine Abrechnung noch lange nicht beendet. Mross legte anschließend nach und erklärte, wie er die Reaktionen während der Rede wahrgenommen hatte.
Stefan Mross erhebt schwere Vorwürfe

Stefan Mross soll bei seiner Ansprache auch die Reaktionen der Anwesenden kritisiert haben.
„Und bei jedem Negativen haben sie geklatscht, ich weiß nicht warum. Ich habe in den letzten Monaten nie ein negatives Wort verloren, über den SWR oder die ARD, weil das Positive überwiegt, auch wenn man sich trennt“, sagte der Moderator laut „Bild“.
Anschließend richtete sich seine Kritik direkt an Clemens Bratzler.
Mross sprach dabei sogar von einer möglichen persönlichen Motivation hinter der Entscheidung und stellte einen Zusammenhang mit einer früheren Fernsehsendung des Programmchefs her.
„Clemens, ich glaube, du hattest mal eine sehr unerfolgreiche Fernsehshow. Für mich kam es so rüber, als wäre das mit mir eine kleine Rache-Aktion von dir“.
Damit war die Stimmung beim Abschied endgültig angespannt.
Doch Mross hatte noch weitere Punkte, die er loswerden wollte.
„Ich wurde auch vorgeführt“
Der Moderator versuchte anschließend offenbar klarzustellen, dass er Bratzler nicht persönlich bloßstellen wolle. Gleichzeitig machte er deutlich, dass er selbst die vergangenen Monate als öffentliche Vorführung empfunden habe.
„Das soll kein Vorführen sein hier, Clemens. Ich wurde auch vorgeführt. Es hieß überall, du hast mich rausgeschmissen. Ja, so war es. Aber nicht nur mich, ihr habt ein ganzes Format gestrichen.“
Dabei kritisierte Mross auch den Umgang mit dem Ende der Sendung.
„Und jetzt singt ihr hier eine Stunde lang Lobeshymnen, wie toll diese Sendung ist.“
Besonders bemerkenswert war anschließend eine Aussage über die Zukunft des Sendeplatzes. Mross erinnerte an eine Frage, die er Clemens Bratzler gestellt haben soll.
„Ich habe dir die Frage gestellt: Was bringt ihr nächstes Jahr sonntags um 10.03 Uhr? Da hat Clemens zu mir gesagt: ‘Wahrscheinlich Wiederholungen von Immer wieder sonntags.’“
Bei der Abschiedsfeier sollen nach Angaben der „Bild“ bereits Buh-Rufe zu hören gewesen sein.
Mross wollte eigentlich gar nicht kommen

Wie die „Bild“ weiter berichtet, hatte Stefan Mross ursprünglich offenbar gar nicht vor, an dem Empfang teilzunehmen.
Letztlich habe er sich jedoch seinem Team verpflichtet gefühlt. Nach 21 Jahren gemeinsamer Arbeit wollte er die Mitarbeiter offenbar nicht bei der Abschiedsfeier allein lassen.
Umso emotionaler dürfte die Situation für die Beteiligten gewesen sein. Nach dem Ende der Sendung und den deutlichen Worten des Moderators soll die Stimmung schließlich endgültig gekippt sein.
Trotz seiner Kritik wollte Mross am Ende jedoch nicht den Eindruck vermitteln, dass er mit seiner gesamten Zeit bei „Immer wieder sonntags“ unzufrieden sei.
Im Gegenteil: Für sein Team fand er ausdrücklich lobende Worte.
Gleichzeitig machte er deutlich, dass er selbst trotz des Endes der Sendung nach vorne schauen wolle.
„Stehaufmännchen“ Stefan Mross blickt nach vorn

Zum Abschluss seiner Ansprache fand Stefan Mross noch einmal deutliche Worte – diesmal allerdings mit Blick auf seine eigene Zukunft.
„Stefan Mross ist ein Stehaufmännchen, das wird niemals im Leben kippen. Ich hatte gute Zeiten und schlechte Zeiten. Aber ich weiß, dass es weitergeht.“
Anschließend erklärte er, warum er den Raum verlassen wolle.
„Ich werde jetzt diesen Raum verlassen, weil es hier drin zu viel negative Energie ist. Aber das gilt nicht für mein Team, ihr wart die Besten“.
Laut „Bild“ verließ Mross danach den Raum und ließ die übrigen Anwesenden zurück.
Der SWR wollte sich öffentlich nicht zu dem Vorfall äußern.
Damit findet die Geschichte von „Immer wieder sonntags“ nach 31 Jahren nicht nur ein emotionales Ende auf der Bühne. Hinter den Kulissen sorgt der Abschied offenbar ebenfalls für ordentlich Gesprächsstoff – und Stefan Mross machte unmissverständlich klar, dass er trotz des Endes weiter nach vorne blickt.


